Nachhaltiges Bauen für öffentliche Auftraggeber

900 Ladepunkte. Eigene Energieproduktion. BNB-Standard: Die Einsatztrainingszentren (ETZ) für den Zoll

Nachhaltiges Bauen ist für öffentliche Auftraggeber kein optionaler Qualitätsaspekt mehr, sondern verbindlicher Standard. Insbesondere bei Bundesprojekten gelten klare Vorgaben – darunter das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) sowie energetische Anforderungen wie der EGB-40-Standard.

Ein bundesweites Leuchtturmprojekt in diesem Kontext sind die neuen Einsatztrainingszentren (ETZ) für den Zoll, realisiert im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

BNB-Zertifizierung als verbindlicher Qualitätsrahmen

Die Gebäude der ETZ werden nach dem BNB-Silber-Standard für Bundesgebäude umgesetzt. Das bedeutet:

  • Ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung

  • Bewertung ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Qualitäten

  • Strukturierte Nachweisführung über alle Projektphasen

  • Dokumentationssicherheit für öffentliche Auftraggeber

Für Bundesprojekte ist die BNB-Zertifizierung ein zentrales Instrument, um Nachhaltigkeit messbar und auditierbar zu machen.

LOUPZ hat hierfür einen eigenen BNB-Koordinator im Haus.
Damit stellen wir sicher, dass Nachhaltigkeitsanforderungen nicht isoliert betrachtet, sondern frühzeitig in Planung, Steuerung und Umsetzung integriert werden. So werden BNB-Kriterien systematisch berücksichtigt: von der Konzeptphase bis zur Nachweisführung.

Energieeffizienz und nahezu autarker Betrieb

Die Einsatztrainingszentren folgen einem integrierten Energiekonzept:

  • Photovoltaikanlagen auf Dächern, Fassaden und Solar-Carports

  • Rund 900 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge

  • Gebäude als „Prosumer“: Eigenproduktion und Nutzung von Strom

  • Campusbezogenes Nahwärmenetz mit zentralen Wärmepumpen

  • Wärmeversorgung bilanziell nahezu autark durch selbst erzeugten Solarstrom

Die Realisierung im EGB-40-Standard gewährleistet einen besonders energieeffizienten Betrieb über den gesamten Lebenszyklus.

Quelle Grafik: ARGE GOLDBECK

Ressourcenschonende Bauweise und serielle Planung

Die ETZ werden in serieller Planung und Bauweise realisiert. Für öffentliche Auftraggeber bedeutet das:

  • Standardisierte Prozesse

  • Reduzierte Schnittstellenrisiken

  • Hohe Qualitätssicherung an mehreren Standorten

  • Optimierte Bauzeiten und Kostentransparenz

Ergänzt wird das Konzept durch eine Holz-Hybridbauweise, die CO₂-Emissionen reduziert, sowie durch den Verzicht auf ein Untergeschoss, wodurch Bodeneingriffe minimiert werden. Begrünte Dächer und Fassaden unterstützen Regenwassermanagement und Mikroklima. Freiflächen bleiben erhalten und Biodiversität wird mitgedacht.

Projektmanagement für nachhaltige Bundesprojekte

LOUPZ unterstützt das Projekt als Projektsteuerer und technischer Berater.

Unsere Aufgaben:

  • Sicherstellung von Budget-, Termin- und Qualitätszielen

  • Technische Prüfung von Planung und Bauausführung

  • Koordination der Schnittstellen zwischen dem Totalunternehmer Goldbeck und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

  • Integration und Begleitung nachhaltigkeitsrelevanter Anforderungen (BNB, energetische Standards, Dokumentation)

Gerade bei nachhaltigen Großprojekten im öffentlichen Sektor ist eine strukturierte Projektsteuerung entscheidend. Nachhaltigkeit entsteht nicht allein durch technische Lösungen, sondern durch konsequente Umsetzung, klare Prozesse und transparente Nachweise.

Nachhaltiges Bauen im öffentlichen Sektor strategisch umgesetzt

Die Einsatztrainingszentren für den Zoll zeigen, wie nachhaltiges Bauen für öffentliche Auftraggeber konkret umgesetzt werden kann: energieeffizient, BNB-konform, ressourcenschonend und wirtschaftlich tragfähig über Jahrzehnte.

Für uns ist klar: Nachhaltige Infrastruktur ist kein Zusatz. Sie ist Grundlage zukunftsfähiger öffentlicher Bauprojekte.

Datum: 06.03.2026

Uhrzeit: 14:25

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